Die Themen Pkw-Maut und Infrastrukturfinanzierung standen ganz oben auf der Tagesordnung beim Gespräch zwischen dem ADAC und dem Vorsitzenden der FREIE WÄHLER LandtagsfraktionHubert Aiwangersowie dessen Stellvertreter Thorsten Glauber. Der ADAC beobachtet die vorliegenden Mautpläne nach wie vor skeptisch. Die FREIEN WÄHLER, die eine Maut in Deutschland strikt ablehnen, sehen sich in ihrer Haltung bestätigt. „Beide Seiten befürchten, dass am Ende des Tages auch der deutsche Autofahrer blechen wird“, ist Aiwanger überzeugt.
Überwiegend Einigkeit herrschte auch bei der Frage der Straßenfinanzierung in Deutschland: Bevor an der Einnahmeseite gedreht werde, müsse erst einmal die Ausgabenseite neu strukturiert werden. So sollten die bereits vorhandenen Einnahmen in einen Fonds wandern, der zweckgebunden nur für den Straßenbau zur Verfügung steht und somit eine überjährige Finanzierung ermöglicht. Die FREIEN WÄHLER haben hierzu bereits ihr Konzept eines „Straßenrettungsschirms“ vorgelegt.
Weitere Themen waren die Sicherheit auf Deutschlands Landstraßen sowie alternative Antriebskonzepte. Es wurden verschiedene Ansätze zur Verkehrssicherheit diskutiert - wie etwa Tempo 80 auf Landstraßen oder die Gefährdung von Autofahrern durch Alleebäume. Hier müssten vernünftige Lösungen mit Augenmaß gefunden werden, sind sich FREIE WÄHLER und ADAC einig.
Eine Kernfrage der automobilen Zukunft ist für den Verkehrsexperten Glauber die Art des Antriebs: „Wenn die deutsche Automobilwirtschaft hier den Anschluss verpasst, sind die Autohersteller der Zukunft amerikanische Smartphone-Unternehmen. Hier heißt es: dranbleiben. Denn an dieser Frage hängen neben dem ökologischen Aspekt auch zahlreiche Arbeitsplätze in der deutschen Wirtschaft.“


