München. Schüler brauchen mehr Bewegung – darin sind sich Günther Felbinger, sportpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, die stellvertretende Vorsitzende des Landtagsinnenausschusses Eva Gottstein und das Bayerische Aktionsbündnis für Schulsport einig. Bei einem Fachgespräch am Dienstag im Bayerischen Landtag diskutierten die Abgeordneten mit Vertretern des Aktionsbündnisses vor allem über die Themen „Dritte Sportstunde in der ersten Jahrgangsstufe“ und „Verbesserung der Schwimmfähigkeit von Schülern“.
Ein Argument für die dritte Sportstunde warf Eva Gottstein in die Diskussionsrunde. Sie erklärte, dass das frühe Unterrichtsende von Erstklässlern für Eltern oft Probleme bringe – besonders, wenn Eltern Beruf und Kind miteinander vereinbaren möchten. Viele Grundschulen bieten daher eine Mittagsbetreuung an. „Man könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn stattdessen einfach Sportstunden an den Unterricht angehängt werden“, so Gottstein. Diesem Vorschlag konnte Anton Schmid, Vorstand des Aktionsbündnisses Schulsport, viel abgewinnen. Beim Thema Schwimmfähigkeit waren sich die Diskussionsteilnehmer ebenfalls einig: Schülern muss der im Lehrplan vorgesehene Schwimmunterricht auch tatsächlich erteilt werden. Leider fällt dieser an zu vielen Schulen aus, weil oft kein Schwimmbad in der Nähe ist oder ein guter Schwimmunterricht nicht gewährleistet werden kann.
Abschließend versicherte Günther Felbinger, dass die FREIEN WÄHLER in Sachen Schulsport hartnäckig bleiben werden und das Thema mit weiteren Anträgen am Laufen halten. „Weil sich seit 1996 bis heute an der Tatsache, dass wöchentlich rund 40.000 Pflichtsportstunden ausfallen, nichts geändert hat, müssen wir die Staatsregierung zum Schwur zwingen. Das funktioniert jedoch nur, wenn wir Druck entwickeln“, so Felbinger.
