Im Dialog

30.07.2014

Fraktion besucht Hochschule Ansbach

FREIE WÄHLER Landtagsfraktion besucht Hochschule Ansbach Bauer: Optimale Vernetzung nutzt Hochschule und Region

Ansbach. Das Weiterbildungsangebot für beruflich Qualifizierte ausbauen, der mittelständischen Wirtschaft Forschungskapazitäten zur Verfügung stellen, Studiengänge auf den Qualifikationsbedarf vor Ort abstimmen: Die Hochschule Ansbach setzt auf neue Wege, um das eigene Profil zu schärfen und will damit gleichzeitig einen Beitrag zur Regionalentwicklung leisten. Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer, Frankensprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Mitglied des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst, ist von den Erfolgsaussichten überzeugt. „Die regionale Verantwortung der Hochschule zahlt sich aus. Schon jetzt wird sie von den Studierenden, den Kommunen und den Unternehmen als lebendiger Teil ‚ihrer‘ Heimat wahrgenommen.“ Das sei nicht zuletzt der offensiven Strategie zu verdanken, gemeinsame Angebote mit anderen Bildungs- und Forschungseinrichtungen zu entwickeln. Die neuesten Zukunftspläne diskutierten Bauer und seine Landtagskollegen Gabi Schmidt und Prof. Dr. Michael Piazolo Ende März mit Vertretern der Hochschule und Kommunalpolitikern.

In dem neuen Regionalkonzept der Ansbacher Hochschule geht es unter anderem um zwei weitere Niederlassungen: In Feuchtwangen soll ein Bau-Energie-Campus in Kooperation mit der dortigen Bayerischen Bauakademie entstehen. Für Rothenburg ist zusammen mit der IHK ein Internationaler Campus mit Themenschwerpunkt „Interkulturelle Kompetenz“ sowie „Mobile Business & Technology“ geplant. Bürgermeister Patrick Ruh, Feuchtwangen, und der Rothenburger OB Walter Hartl kündigten Unterstützung für die Projekte an und erläuterten den erwarteten Nutzen für ihre Städte. Prof. Dr. Michael Piazolo, Vorsitzender des Landtagsausschusses für Wissenschaft und Kunst warnte vor einer zu einseitigen Betrachtung: „Die Entwicklung einer Hochschule muss zuallererst den Interessen des Lehr- und Forschungsbetriebes dienen; strukturpolitische Erwägungen stehen erst an zweiter Stelle. Aber im Fall der Hochschule Ansbach passt die Gewichtung.“

Auch die Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Ute Ambrosius betonte, es gehe nicht darum, sich spinnenartig in der Region auszuweiten. „Neue Standorte bieten sich nur an, wenn dortige Regionalkompetenzen und die Kompetenzen der Hochschule optimal zusammenpassen. In Rothenburg und Feuchtwangen ist das der Fall.“ Ambrosius trat damit auch Gerüchten zu einer bevorstehenden Hochschulniederlassung in Neustadt an der Aisch entgegen. Das Wissenschaftsministerium hatte vor einigen Tagen auf eine schriftliche Anfrage der Abgeordneten Gabi Schmidt erklärt, Planungen zu einem weiteren Standort in Neustadt seien nicht bekannt. Schmidt lobte bei dem Besuch in Ansbach vor allem die Forschungsstärke der Hochschule, wies aber auch auf die schwierige Fördersituation hin: „Starke Lippenbekenntnisse bringen die Turbinen nicht zum Laufen. Die Hochschule Ansbach braucht deutlich mehr Forschungsgelder für ihre richtungweisende Energieforschung.“

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