Im Dialog

25.06.2015

FREIE WÄHLER informieren sich über Arbeit der Sozialpädagogen im Justizvollzug

München. Die schlechte Stellensituation, die immer höhere Arbeitsbelastung und die komplexer werdenden Problemlagen – diese Themen standen bei einem Treffen der Vertreter der Landesarbeitsgemeinschaft der Sozialpädagogen im Justizvollzug (LAG) mit Abgeordneten der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion im Mittelpunkt. Die Sozialpädagogen kritisierten bei ihrem Besuch im Maximilianeum vor allem, dass es zu wenig Beratungsangebote für Häftlinge gebe, obwohl der Bedarf sehr groß wäre. Zudem wurde bei dem Treffen eine Umfrage übergeben, in der Sozialpädagogen im Justizvollzug zu ihren Arbeitsbedingungen befragt wurden.<link http: fw-landtag.de mdls florian-streibl external-link-new-window external link in new> MdL Florian Streibl, rechtspolitischer Sprecher der FREIEN WÄHLER, plant dazu eine schriftliche Anfrage an das Justizministerium zu stellen, um weiterführende Informationen zum Betreuungsschlüssel zu erhalten. Hier sehen die Sozialpädagogen großen Bedarf: Es müssten mindestens 25 zusätzliche Stellen geschaffen werden, um einen Betreuungsschlüssel von 65 oder 70 Häftlingen zu erreichen.
Bemängelt wurde außerdem die Bildung in den Anstalten. Sie komme viel zu kurz, so die LAG-Vertreter. Besonders Deutschkurse und Kurse für Analphabeten seien dringend notwendig und dafür brauche man mehr Lehrkräfte. Die Sozialpädagogen fordern außerdem einen Telefonzugang für Häftlinge und Taschengeld für Untersuchungshäftlinge. Letzteres hatten die FREIEN WÄHLER bereits in einem Antrag in der vergangenen Legislaturperiode gefordert. Durch die Anregung des LAG erwägt Streibl einen nochmaligen Vorstoß in diese Richtung.



Archiv