Im Dialog

07.02.2013

Parlamentarischer Abend der Deutschen Bahn

FREIE WÄHLER: Kostenauswüchse bei Schienenprojekten verhindern

München. Bei einem Parlamentarischen Abend auf Einladung der Deutschen Bahn AG haben sich Abgeordnete der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in dieser Woche über wesentliche Entwicklungstrends im Bahnverkehr informiert. Wichtiger Schwerpunkt: der Fernverkehr. Entgegen des Bundestrends habe das Fernverkehrsangebot in Bayern zwischen 2003 und 2011 um neun Prozent gesteigert werden können, so der Konzernbevollmächtigte der DB AG für Bayern, Klaus-Dieter Josel. Die Nachfrage nach Fernverbindungen sei im gleichen Zeitraum sogar um 25 Prozent gestiegen. Probleme bereiteten der Bahn vor allem Fahrzeugengpässe – bedingt durch Lieferprobleme auf Herstellerseite. Deshalb habe die Bahn derzeit „alles, was rollen kann, im Einsatz“, so Josel.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um das Großprojekt „Stuttgart 21“ kritisierte Alexander Muthmann, stellvertretender Vorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, die regelmäßig auftretenden, massiven Kostensteigerungen bei Schienenprojekten. „Es kann nicht sein, dass geplante Projektkosten zunächst ‚Pi mal Daumen‘ angegeben werden und für anschließende deutliche Kostensteigerungen stets die Politik den Kopf hinhalten muss“, so Muthmann. Selbstverständlich sei daran nicht die Bahn allein schuld, allerdings müssten in Zukunft alle Beteiligten daran arbeiten, solche Auswüchse zu verhindern. Die Vertreter der Bahn unterstützten diese Haltung; die DB AG befinde sich hier in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Thorsten Glauber, MdL der FREIEN WÄHLER sowie Mitglied des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des bayerischen Landtags: „Die Finanzierbarkeit von Schienenprojekten muss wieder vermehrt in den Fokus gestellt werden. Regional bedeutende Bahnlinien und Anschlüsse dürfen nicht auf Kosten großer Prestigeprojekte unverwirklicht bleiben. Dies sind wir der Zukunftsfähigkeit der bayerischen Kommunen vor allem im ländlichen Raum schuldig.“

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