München. Die Bedeutung der Freiberuflichkeit für Bayern stand beim heutigen Fachgespräch zwischen Vertretern des Verbands Freier Berufe und der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion im Fokus. „Der Apotheker, Hausarzt oder Rechtsanwalt, der nur seinen Patienten oder Mandanten gegenüber verantwortlich ist, bildet eine wichtige infrastrukturelle Stütze – gerade auch des ländlichen Raums“, betont Dr.Karl Vetter, gesundheitspolitischer Fraktionssprecher. So ersetze beispielsweise eine Versorgung mit Arzneimitteln aus den Niederlanden, die mittels Drohne abgesetzt werden, nicht die persönliche Beratung durch den Apotheker vor Ort – auch in der Nacht!
„Die Beibehaltung des Kammersystems und des Fremdkapitalverbots sowie die Gewährleistung der bestehenden Kosten- und Honorarordnungen bei den Freien Berufen sind klare Forderungen der FREIEN WÄHLER“, betont Thorsten Glauber, selbst Architekt und wirtschaftspolitischer Fraktionssprecher. Dies habe man auch in einem Antrag im Bayerischen Landtag klar formuliert. Hier müsse sich Deutschland auf europäischer Ebene einsetzen. Gefahr drohe auch durch das Freihandelsabkommen TTIP. Einigkeit bestand in der Bedeutung der Qualität des Studiums für die verantwortungsvolle Tätigkeit der Freien Berufe. Eine selbstverantwortliche Tätigkeit setze auch eine entsprechende Vorbereitung im Studium voraus. Deshalb macht sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion für die Wiedereinführung des Diplom-Studiengangs stark.
Sehr positiv wurde der Einsatz der FREIEN WÄHLER für die dringend notwendigen Änderungen des Entwurfs zum Bayerischen Rettungsdienstgesetz bewertet. Die Bemühungen der Verbände und der Fraktion haben letztlich zu einer Gesetzesänderung geführt, die bei den Betroffenen auf Akzeptanz stößt. So wurde erreicht, dass auch Hausärzte weiterhin zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst berufen werde können, dass keine Weisungsgebundenheit für Notärzte eingeführt und der Datenschutz im Arzt-Patienten-Verhältnis sichergestellt wird.
