München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat am Dienstag Vertreter des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv) zum Gedankenaustausch im Bayerischen Landtag empfangen. Am Arbeitskreis „Demokratie und Bildung“ nahmen neben dem Fraktionsvorsitzenden Hubert Aiwanger auch der Parlamentarische Geschäftsführer Florian Streibl, der AK-Leiter Dr. Hans Jürgen Fahn und der Fraktionssprecher für Bildung, Günther Felbinger, teil. Vom brlv waren der Vorsitzende Anton Huber, dessen Stellvertreter Ulrich Babl und Thomas Dachs, der Schatzmeister Jakob Pritscher sowie der Bundesvorsitzende Jürgen Böhm zu Gast im Landtag.
Abgeordnete und Vertreter des brlv mahnten an, dass der von Ministerpräsident Seehofer angekündigte Stellenstopp nicht für den Bildungsbereich gelten dürfe. Denn an den Schulen gebe es zahlreiche wichtige Aufgaben zu erledigen, etwa die individuelle Förderung der Kinder, die Einrichtung von gebundenen Ganztagszügen und die Inklusion. Huber machte deutlich, dass es an den Realschulen immer noch rund 750 Klassen gebe, in denen 30 oder mehr Kinder unterrichtet werden. Felbinger untermauerte die langjährige Forderung der FREIEN WÄHLER, dass es künftig keine Klasse mit mehr als 25 Kindern geben dürfe. „Seehofers Ankündigung, keine neuen Lehrkräfte mehr einstellen zu wollen, ist fahrlässig“, so Felbinger. „Die aufgrund des Schülerrückgangs frei werdenden Lehrerstellen - die sogenannte demografische Rendite – muss daher in jedem Fall bei den Realschulen belassen werden“.
Die Abgeordneten zeigten sich von der Initiative „Realschule 21“ beeindruckt: Vor allem die MINT-Förderung, die ökonomische Verbraucherbildung und die sprachliche Förderung seien hervorzuheben. Die Realschule sei in Bayern hervorragend etabliert und das Profil als berufsvorbereitende Schule werde erfolgreich umgesetzt. „Aus diesem Grund müssen die Realschulen als eigenständige Schulart gestärkt werden“, erklärte Aiwanger.


