München. Bayern muss den Ernstfall proben! Angesichts einer sich verschärfenden sicherheitspolitischen Lage in Europa und der spürbaren Zunahme von großflächigen Schadenslagen wie Flutkatastrophen fordert die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion ein erweitertes Aus- und Fortbildungskonzept für die bayerischen Feuerwehren. Hierzu bringt die Fraktion am Mittwoch einen Dringlichkeitsantrag ins Plenum des Bayerischen Landtags ein. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecher für Rettungsdienste, Bernhard Heinisch, betont hierzu, dassfunktionierende Feuerwehren die zentralen Stützpfeiler der Gesellschaft bei der Bewältigung unterschiedlichster Krisen- und Katastrophenlagen seien. Damit die Einsatzkräfte ihre Aufgaben im Kontext neuer Gefahrenszenarien bestmöglich ausführen könnten, benötigten sie dringend entsprechend modernisierte Ausbildungsmöglichkeiten an den staatlichen Feuerwehrschulen.
„Wir müssen jetzt aktiv für den Fall X üben und unsere Retter krisenfest ausbilden“, erklärt Heinisch weiter. Der richige Umgang mit Blackout-Szenarien, der Schutz kritischer Infrastruktur sowie die Aufrechterhaltung der Energieversorgung in einem potenziellen Konfliktszenario seien sowohl für die Resilienz der gesamten Gesellschaft als auch für die Funktionsfähigkeit des industriell-militärischen Komplexes von zentraler Bedeutung. Es dürfe daher keine Zeit verloren gehen, diese Inhalte flächendeckend in den Lehrgängen zu verankern.
Der Abgeordnete führt weiter aus, dass das Hauptziel die Verankerung neuer Lehrinhalte sei. Die Themen Bevölkerungsschutz und Krisenbewältigung sollen künftig fest zu den bestehenden Ausbildungsformaten gehören. Dies gelte für die Arbeit direkt bei den Feuerwehren vor Ort sowie für die drei staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg, Regensburg und Geretsried. Zudem solle es einen schriftlichen Bericht des zuständigen Innenministeriums über die aktuellen Kapazitäten und bereits existierende Lehrinhalte an den drei Schulen geben, um eine verlässliche Planungsgrundlage zu schaffen.
„Unsere Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen riskieren tagtäglich ihr Leben für unsere Sicherheit, weshalb wir ihnen auch die bestmögliche Vorbereitung auf komplexe Krisen bieten müssen“, so Heinisch. Für eine zielgerichtete Umsetzung des Konzepts solle außerdem sichergestellt werden, dass an den Schulen die notwendigen räumlichen, personellen und finanziellen Kapazitäten bereitgestellt werden.
Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag „Üben für den Fall X: Für eine zielgerichtete Ausbildung zum Thema Krisenbewältigung an den staatlichen Feuerwehrschulen“ lesen Sie HIER.



