München. Hebammen sind vor, während und nach der Geburt eines Kindes wichtige Stützen für Familien. Mittels Dringlichkeitsantrag setzt sich die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion daher für eine Stärkung von Hebammen und der Geburtshilfe ein. „Ziel muss es sein, das bayerische System, das anders als in anderen Bundesländern traditionell von freiberuflichen Beleghebammen geprägt ist, nachhaltig zu stützen und zu schützen. Denn im April gab es bedauerlicherweise einen Schiedsspruch, der die Einkommenssituation von Hebammen im Freistaat deutlich verschlechtert: Der Hebammenverband befürchtet Einkommenseinbußen von bis zu 30 Prozent“, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Susann Enders.
Beleghebammen seien jedoch systemrelevant: Sie leisteten Unverzichtbares für Frauen und Familien in einer extrem vulnerablen Lebensphase. „Um zu verhindern, dass Beleghebammen nun im großen Stil aus der Geburtshilfe aussteigen, bedarf es einer größeren finanziellen Wertschätzung“, so Enders weiter. Der Abschluss von Vergütungsvereinbarungen für Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sei Teil der Vertragsautonomie der Selbstverwaltung. Die Vertragsverhandlungen lägen dabei alleine bei den Selbstverwaltungspartnern auf Bundesebene. „Die Länder sind an den vertraglichen Verhandlungen – insbesondere zu den Vergütungen – nicht beteiligt. Umso wichtiger ist es, den Verhandlungspartnern gemeinschaftlich vor Augen zu führen, wie extrem bedeutsam eine faire Bezahlung freiberuflicher Hebammen für die Versorgungssituation von Frauen ist“, betont die Landtagsabgeordnete.
Bayern setze alles daran, um die überwiegend freiberuflich tätigen Hebammen im Freistaat zu unterstützen. „2018 haben wir daher den jährlichen BayerischenHebammenbonus von bis zu 1.000 Euro eingeführt. Zudem erhalten Hebammen unabhängig von ihrem Tätigkeitsfeld seit 2019 eine einmalige Niederlassungsprämie in Höhe von 5.000 Euro“, so Enders. Der Freistaat unterstütze so den Aufbau der freiberuflichen Tätigkeit von Hebammen in Bayern. Dafür wurden in den letzten Jahren bereits mehr als 10 Millionen Euro eingesetzt.
Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag „Solidarität mit Bayerns Hebammen: Bewährtes geburtshilfliches System erhalten!“ finden Sie HIER.




