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10.04.2018

FREIE WÄHLER fordern Befristungsstopp für Arbeitsverträge von Lehrern

Piazolo: Junge Pädagogen brauchen verlässliche Berufsperspektive

München. Jedes Jahr vor den Sommerferien melden sich Tausende Lehrer arbeitsuchend, weil der Freistaat Bayern sehr viele Beschäftigungsverhältnisse befristet. Diese unsoziale Praxis will die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion am Dienstag mit einem Dringlichkeitsantrag „Befristungsunwesen für Lehrkräfte beenden – Kontinuität für Schülerinnen und Schüler sicherstellen!“ stoppen.

Prof. Dr. Michael Piazolo, bildungspolitischer Fraktionssprecher, kritisiert in diesem Zusammenhang die Personalpolitik des Kultusministeriums. „Die Hire-and-Fire-Politik der Staatsregierung führt nicht nur zu Engpässen in der Unterrichtsversorgung – sie raubt jungen, gut ausgebildeten Pädagogen die Berufsperspektive und zwingt sie in prekäre Lebensverhältnisse.“ Wegen fehlender Kontinuität von Lehr- und Bezugspersonen in der Schule gerate auch der Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler in Gefahr, erklärt Piazolo weiter.

So stieg die Zahl der befristet beschäftigten Lehrer zwischen 2012 und 2016 an Grund- und Mittelschulen um knapp 50 Prozent, an Realschulen sogar um knapp 70 Prozent. „Solche Größenordnungen gehen sicher nicht auf einen kurzfristigen und unvorhersehbaren Anstieg des Personalbedarfs zurück. Vielmehr muss der Staatsregierung System unterstellt werden“, so Piazolo. Auf Kosten von Lehrkräften, aber auch Schülerinnen und Schülern werde an absolut falscher Stelle eine Sparpolitik betrieben, die langfristig Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft habe.

„Schulen brauchen für die Personalplanung ein gewisses Maß an Flexibilität. Das Befristungsunwesen, welches das Kultusministerium seit Langem betreibt und immer stärker ausweitet, muss aber schnellstmöglich beendet werden“, fordert Piazolo.

Den Dringlichkeitsantrag im vollen Wortlaut lesen Sie unten links unter "Weitere Informationen".