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15.07.2025

“Jüdisches Leben gehört zu Bayern”: FREIE WÄHLER-Fraktion erinnert an 80 Jahre Wiedergründung der Israelitischen Kultusgemeinde

Streibl: Charlotte Knobloch verkörpert Erinnerung, Haltung und Versöhnung

München. Anlässlich des 80. Jahrestags der Wiedergründung der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie des 40-jährigen Amtsjubiläums ihrer Präsidentin Charlotte Knobloch hat der Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Florian Streibl, der jüdischen Gemeinschaft in Bayern seine höchste Anerkennung ausgesprochen. Streibl würdigte insbesondere Knoblochs jahrzehntelanges Engagement für Erinnerungskultur, gesellschaftlichen Zusammenhalt und den interreligiösen Dialog. „Charlotte Knoblochs Einsatz für die Aussöhnung Deutschlands mit dem jüdischen Volk nach den Verbrechen der Shoah ist ein moralischer Kompass unserer Gesellschaft und verdient allerhöchste Wertschätzung.“ Die Präsidentin verkörpere Erinnerung, Haltung und Versöhnung gleichermaßen.

Streibl nimmt am Dienstagabend am feierlichen Festakt in der Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob teil, zu dem zahlreiche Gäste aus Politik, Religion und Gesellschaft eingeladen sind. Für den studierten Theologen ist das ein wichtiges Zeichen: „Jüdisches Leben bleibt in der Mitte unserer Gesellschaft – und mit der Ohel-Jakob-Synagoge auch sichtbar im Herzen Münchens. Das ist nicht selbstverständlich, sondern Ergebnis des jahrzehntelangen Wirkens einer starken Persönlichkeit wie Charlotte Knobloch.“

Im Wissen um wachsende antisemitische Tendenzen in Deutschland mahnt Streibl zugleich Wachsamkeit an: „Seit dem barbarischen Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 auf Israel erleben wir auch in Bayern wieder vermehrt Hetze, Übergriffe und Einschüchterungen gegenüber jüdischen Bürgerinnen und Bürgern. Das ist absolut inakzeptabel und für mich persönlich unerträglich! Wer jüdisches Leben angreift, greift unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung an.” Gerade deshalb sei es entscheidend, dass Staat und Gesellschaft geschlossen gegen Antisemitismus eintreten. „Es braucht konsequentes staatliches Handeln, breite Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft und den festen Willen aller Demokratinnen und Demokraten, jüdisches Leben in Bayern aktiv zu schützen und sichtbar zu fördern“, so Streibl weiter.

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich der Fraktionsvorsitzende zuversichtlich: „Die heutige Festveranstaltung in der Ohel-Jakob-Synagoge ist nicht nur ein Rückblick auf acht Jahrzehnte Wiederaufbau, sondern auch ein starkes Zeichen für ein gemeinsames Morgen. Eine Zukunft, in der jüdisches Leben in Bayern selbstbewusst, sichtbar und sicher gelebt wird – inmitten unserer vielfältigen und offenen Gesellschaft.“

Pressekontakt