Prof. Dr. Michael Piazolo, Ausschussvorsitzender und Sprecher für Wissenschaft und Hochschule der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sowie Julian Preidl, kulturpolitischer Sprecher, zum aktuellen Stand der Museumsoffensive.
Piazolo:
„Mit der Museumsoffensive des Freistaats Bayern wollen wir FREIE WÄHLER im Landtag staatliche Museen und Sammlungen in ihrer organisatorischen und rechtlichen Struktur sowie ihrer gesamten Governance zukunftsfest und modern aufstellen. Gegenwärtig hat das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Rechts- und Fachaufsicht über 18 Museen sowie Sammlungen als nachgeordnete Behörde und ist bei jedem Haus unmittelbar in zahlreiche operative Einzelprozesse eingebunden. Hierfür bringen wir neue Governance-Strukturen auf den Weg, um Kompetenzen besser zu bündeln und Synergien zu schaffen. Nur so können wir eine optimale Ressourceneffizienz staatlicher Mittel bei einer höheren Eigendeckung durch Einnahmesteigerungen gewährleisten. Die Museumsoffensive soll künftig zudem durch eine Bauoffensive ergänzt werden. Auf diese Weise wollen wir notwendige Bau- und Modernisierungsmaßnahmen gezielt vorantreiben.“
Preidl:
„Die staatlichen Museen und Sammlungen im Bereich Kunst sind wichtige Säulen des Kulturstaats Bayern: Sie spielen eine bedeutende Rolle für das kulturelle Gedächtnis, Kreativität und die Identität unserer Gesellschaft. Im gesamten Freistaat gibt es erstklassige Sammlungen an attraktiven Standorten mit hohen Besucherzahlen. Um international weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, möchten wir als FREIE WÄHLER-Fraktion diesen Bereich weiter fördern und die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel bestmöglich einsetzen. Die erforderliche Modernisierung der staatlichen Museen und Sammlungen bildet dabei das Herzstück unserer Bestrebungen. Im Rahmen der Museumsoffensive werden daher in einem umfassenden Change-Prozess verschiedene Weichenstellungen – etwa in den Bereichen Digitalisierung und kulturelle Teilhabe – vorgenommen. Außerdem sollen die bayerischen Museen noch stärker zu Orten werden, an denen sich Familien willkommen fühlen – mit Angeboten, die Kinder und Eltern gleichermaßen ansprechen.“





