Roswitha Toso, Sprecherin für Inklusion der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sowie Anton Rittel, Sprecher für Arbeit und Soziales zur Meldung „Verdienst in Werkstatt für Behinderte: Was Beschäftigte fordern“ des Nachrichtenportals BR24.de:
Toso:
„Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind weit mehr als gewöhnliche Arbeitgeber. Sie sind Einrichtungen der beruflichen Teilhabe, die neben der Beschäftigung umfassende Betreuung, pädagogische und psychosoziale Unterstützung, pflegerische Hilfen sowie individuell angepasste Arbeitsplätze bieten. Viele der dort Beschäftigten benötigen diese umfassende Begleitung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt häufig nicht oder nur unzureichend angeboten wird. Eine Reform der Entlohnung halten wir als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion grundsätzlich für angezeigt, sie darf aber den besonderen Förder-, Schutz- und Betreuungsauftrag der Werkstätten nicht ausblenden oder gefährden.“
Rittel:
„Substanziell für uns als FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag ist, dass eine mögliche Lohnsteigerung in Zukunft nicht komplett oder größtenteils wieder auf die Grundsicherung angerechnet wird. Denn ein Sofortabzug würde eine grundsätzlich begrüßenswerte Reform für die Betroffenen entwerten. Seriöse Sozialpolitik muss sich daran messen lassen, dass sie die Sorgen und Nöte der Betroffenen ernst nimmt – sonst büßt sie Glaubwürdigkeit ein. Gleichzeitig muss die Finanzierung dauerhaft gesichert sein. Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist eine Reform im Hinblick auf die Werkstätten angekündigt worden. Wir erwarten uns davon eine Neuregelung, die den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht wird.“




