Schule und Architektur müssen zueinander passen, damit <link http: de.wikipedia.org wiki individualisiertes_lernen external-link-new-window external link in new>individualisierender Unterricht gelingen kann - unter anderem über die Umsetzung dieses Prinzips informierten sich <link http: fw-landtag.de mdls guenther-felbinger external-link-new-window external link in new>der bildungspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Günther Felbinger, und <link http: fw-landtag.de mdls gabi-schmidt external-link-new-window external link in new>die sozialpolitische Sprecherin, Gabi Schmidt, im Pustertal in Südtirol. Vor Ort stellten Direktor Dr. Josef Watschinger, der den dortigen Schulsprengel leitet, und der Koordinator des Schulverbundes Pustertal, Josef Kühebacher, den Abgeordneten an der Grundschule in Welsberg <link http: www.snets.it sv-pustertal default.aspx external-link-new-window external link in new>wichtige Leitlinien der Südtiroler Bildungspolitik vor.
Kleine Grundschulen am Ort halten
Die Südtiroler Experten machten dabei deutlich, dass es politischer Wille im Pustertal ist, die Grundschule am Ort zu halten, denn eine Schule würde das Leben in der Gemeinde maßgeblich mitgestalten und die Kommune attraktiv für junge Familien halten. Mit Hilfe eines gemeinsamen Schulsprengels aus sieben Grundschulen wäre dafür eine gute organisatorische Grundlage geschaffen worden, damit auch „Kleinst-Schulen“ gehalten werden können. Dr. Watschinger machte aber auch deutlich, dass das im Jahr 2000 verabschiedete <link http: www.bllv.de fileadmin dateien land-pdf tt-news schule ws_der_schulverbund_pustertal_-_josef_watschinger.pdf external-link-new-window external link in new>Schulautonomiegesetz eine wichtige Grundlage dieser Entwicklung in Südtirol war – denn erst das Gesetz ermöglichte den Schulen mehr Freiheit und Verantwortung vor Ort. Gleichzeitig konnten aber Strukturen geschaffen, damit die Schulen diese Verantwortung auch wahrnehmen können. Kindergärten, Schulen und weitere Institutionen schlossen sich im Schulverbund zusammen, um gemeinsam die neuen Herausforderungen anzugehen. Die Vernetzung zwischen frühkindlicher Bildung und Schule wäre deshalb gelebte Praxis und vor allem auch im Hinblick der Inklusion sehr erfolgreich.
Schularchitektur richtet sich nach pädagogischem Konzept
Beim Rundgang durch die Grundschule Welsberg erfuhren die bayerischen Abgeordneten, dass man diese als „Wohnraum-Schule“ konzipiert und für den Bau in erster Linie nur lokale Produkte wie beispielsweise einheimisches Holz verwendet hatte. Hierbei wirkte sich unterstützend aus, dass sich die Schularchitektur nach dem „pädagogischen Konzept“ der Schule ausrichten müsste, wie Dr. Watschinger erläuterte. Grundlage dafür bilden die neuen Schulbaurichtlinien, die Südtirol dazu festgeschrieben hat.
Bildungsregion kann flexibel auf Herausforderungen reagieren
In einem ersten kurzen Fazit äußerten sich beide Abgeordneten vor Ort. Bildungsexperte Felbinger sagte: „Mit dieser überschaubaren organisatorischen Aufstellung, die Südtirol praktiziert, wird es möglich, was wir uns auch in Bayern wünschen: Die Verantwortlichen vor Ort entscheiden möglichst viel selbst und es entsteht eine echte Bildungsregion, die sich zunehmend selbst trägt und flexibel auf die vielfältigen gesellschaftlichen und pädagogischen Herausforderungen reagieren kann.“ Sozialexpertin Gabi Schmidt ergänzte: „Die Grundschule in Welsberg ist ein herausragendes Beispiel dafür, dass Teilhabe funktionieren und Inklusion zu einer Selbstverständlichkeit werden kann, wenn man die nötigen Rahmenbedingungen schafft.“




