München. Angefangen hat es mit einer Studenteninitiative, die den Asylbewerbern im Landkreis Eichstätt den Start in Deutschland etwas erleichtern wollte. Mittlerweile hat das Projekt „tun.starthilfe für flüchtlinge“ auch Einzug in das Lehrangebot der Katholischen Universität Eichstätt gehalten. Im Rahmen des Wahlmoduls EduCulture können Studierende sich in die praktische Hilfe für Asylbewerber einbringen, begleitet durch eine Ringvorlesung verschiedener Professoren und Dozenten.
Eva Gottstein und Dr. Hans-Jürgen Fahn, Abgeordnete der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, informierten sich in dieser Woche vor Ort über die Fortschritte des Angebots und lobten die „tun.starthilfe“ als ein besonders gelungenes Beispiel für die Verbindung von Studium und ehrenamtlicher Arbeit. „Solche sogenannten ‚Service-Learning-Angebote‘ haben wir in Bayern noch zu wenig. Dabei profitieren hier alle Beteiligten: Studierende, Universität und Gesellschaft,“ meint der asylpolitische Fraktionssprecher Fahn. Das bestätigten auch drei aktive tun-Starthelfer und die für das EduCulture-Modul verantwortliche Professorin Dr. Gabriele Gien bei ihrer Vorstellung des Projektes. In den verschiedenen Arbeitsbereichen setzen die Studierenden Inhalte ihres Studiums praktisch um – ob bei der Erstellung von Unterrichtsmaterialien oder dem Projekthaushalt. So vertiefen sie ihr Wissen und können sich ihre gemeinnützige Arbeit durch die Integration in das Wahlmodul auf ihre Studienleistung anrechnen lassen.
Neben Fragen der Verankerung an der Universität, der Finanzierung und Organisation der „tun-starthilfe“ ging es bei dem Informationsbesuch schwerpunktmäßig um die konkreten Hilfsangebote. „Zentral ist dabei eine gute Vernetzung mit den Verantwortlichen vor Ort. Das ehrenamtliche Angebot soll das professionelle sinnvoll ergänzen. Dafür muss die Aufgabenverteilung klar sein“, so die Eichstätter Bildungsexpertin Gottstein. Für die „tun-starthilfe“ sind das Landratsamt, Caritas und die Gemeinden die wichtigsten Ansprechpartner. Sechzig Studierende sind aktuell an Deutschkursen, sprachlicher Hilfestellung im Alltag, der Organisation und der Öffentlichkeitsarbeit für das Flüchtlingsprojekt engagiert und erreichen damit etwa die Hälfte der Asylbewerber im Landkreis Eichstätt.
Homepage der "tun-starthilfe": <link http: www.tun-starthilfe.de>www.tun-starthilfe.de


