München (nh). Zur Beratung aktueller forstpolitischer Themen haben sich Fraktionsvorsitzender Hubert Aiwanger, Landtagsvizepräsident und Fraktionssprecher für Belange des öffentlichen Dienstes, Peter Meyer, sowie Dr. Leopold Herz, MdL und forstpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, mit dem Landesvorsitzenden des Bundes Deutscher Forstleute (BDF), Gunther Hahner, im Bayerischen Landtag getroffen. An dem Fachgespräch nahmen auch Ludwig Angerer und Stefan Kramer vom Verband der höheren Verwaltungsbeamtinnen und Verwaltungsbeamten in Bayern (VHBB), Gregor Schießl und Robert Nörr (beide BDF), der Parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, Florian Streibl, sowie die agrarpolitische Fraktionssprecherin, Ulrike Müller und Günther Felbinger, MdL und Mitglied im Ausschuss für Fragen des Öffentlichen Dienstes, teil.
Eines der Hauptthemen des Gesprächs: die negativen Auswirkungen der vor zehn Jahren in Kraft getretenen Forstreform. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die Trennung der bayerischen Staatsforstverwaltung in bayerische Forstverwaltung und Bayerische Staatsforsten sowie die Eingliederung der Forstämter in die Landwirtschaftsämter eine nachhaltige Forstpolitik erschweren. Aiwanger kritisierte, dass beispielsweise Privatwaldbesitzer seitdem nur noch unzureichend betreut werden können. Hahner wies darauf hin, dass die erwarteten Synergien mit der Landwirtschaft nicht eingetreten seien, im Gegenteil: „Durch die Eingliederung der Forstämter in die Landwirtschaftsämter sind neben dem Kompetenzverlust auch erhebliche personelle und finanzielle Nachteile für den Forstbereich entstanden.“ Aiwanger weiter: „Die Puzzleteile passen nicht mehr zusammen. Der Forstbereich darf nicht länger Spielball der Politik sein.“
Herz unterstützte die Forderung des BDF nach kleineren Revieren mit mehr Förstern: „Förster müssen wieder ‚Allrounder‘ werden, die neben der Betreuung ihres Revieres die umliegenden Waldbauern beraten. Der Förster vor Ort soll Ansprechpartner im ländlichen Raum sein. Gerade auch dann, wenn es um Energiefragen geht.“ Nur so könne die Forstwirtschaft als wesentlicher Faktor zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende beitragen, erklärte Herz. Bayerische Forstleute und Waldbesitzer gestalteten die Zukunft der bayerischen Wälder und seien dabei zuverlässige Partner für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und eine zukunftsorientierte Forstpolitik, so das gemeinsame Fazit aller Gesprächsteilnehmer. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, der BDF und der VHBB vereinbarten deshalb eine baldige Fortsetzung des Dialogs.





