Dr. Martin Brunnhuber, bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion zur Aktuellen Stunde „Chancen sichern, Zukunft gestalten: Die Initiative ‚Mittelschule – stark für jeden Weg‘“ heute im Plenum des Bayerischen Landtags:
„Das Bayerische Kultusministerium unter Ministerin Anna Stolz hat mit einem umfassenden Maßnahmenpaket dafür gesorgt, dass die bayerische Mittelschule zum Zugpferd für bedarfsgerechte Bildung und individuelle Förderung geworden ist. Deren Schüler verdienen besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung – schließlich sind sie die Fachkräfte von morgen.
Die eingeleiteten Schritte sind äußerst vielfältig: So wird das jahrgangsübergreifende Lernen (JAMI) künftig auf 50 Mittelschulstandorte ausgeweitet. Schüler können dort die Jahrgangsstufen 5 und 6 bei Bedarf in drei Jahren absolvieren. Um die Basiskompetenzen zu stärken, geben wir den Lehrkräften in den Jahrgängen 5 bis 7 mehr Spielraum bei der Stundentafel. So bleibt mehr Zeit für die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch, um gezielt auf unterschiedliche Lernbedarfe einzugehen.
Zudem erproben wir in einem dreijährigen Schulversuch den integrierten M-Zug im gewohnten Klassenverband. Damit eröffnen wir leistungsstärkeren Schülern zusätzliche Wege zum mittleren Schulabschluss. Ein weiteres Element des Pakets ist die verstärkte Projektarbeit in den Jahrgangsstufen 5 bis 7, ergänzt durch jeweils einen benoteten Leistungsnachweis pro Schuljahr.
Auch die Berufsorientierung rückt noch stärker in den Fokus: Zusätzliche Praktika, individuelle Begleitung und eine enge Kooperation mit Eltern und Betrieben werden die Erfolgsquoten weiter steigern. Im Rahmen des Schulversuchs ‚Proof‘ testen wir zudem moderne, lebensnahe Prüfungsformate, die wichtige Impulse für Verbundfächer wie ‚Geschichte/Politik/Geografie‘ liefern.
Sämtliche Maßnahmen sind das Ergebnis der Initiative ‚Mittelschule – stark für jeden Weg‘ des Bayerischen Kultusministeriums und wurden in den ‚Mittelschulwerkstätten‘ im direkten Dialog erarbeitet. Gemeinsam mit der Schulfamilie haben wir vor Ort intensiv an konkreten Ideen gefeilt. Dabei galt es, auf drei Säulen zu bauen: Zeit – zum Lernen und zur Entwicklung, Zukunft – in Form von Berufsorientierung sowie lebensnahem Lernen und zuletzt auch klare Ziele – wie Orientierung, Qualitätssicherung und Unterstützung der Schulen und Lehrkräfte. Nach rund 650 Rückmeldungen aus der Praxis steht fest: Wir haben den Erfahrungsschatz an der Basis erfolgreich genutzt, um praxisnahe Verbesserungen zu schaffen, von denen unsere Kinder langfristig profitieren.“




