München. Angesichts wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen und steigender Anforderungen an die Kinder- und Jugendarbeit fordert die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion eine Verdopplung der Förderzeiträume für die Jugendarbeit. Der generationenpolitische Sprecher Julian Preidl erklärt: „Wir wollen die Förderzeiträume von einem auf zwei Jahre ausweiten. Für den Fördertopf der Basisförderung ist es aktuell nämlich notwendig, jährlich einen Antrag sowie einen Verwendungsnachweis zu stellen. Längere Förderzeiträume sorgen jedoch für mehr Planungssicherheit bei Trägern und Vereinen. Projekte können nachhaltiger aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt werden, anstatt nur kurzfristig zu wirken. Eine längere Förderung stärkt damit nicht nur Qualität und Stabilität, sondern auch die Nachhaltigkeit der Jugendarbeit.“
Jugendarbeit leiste nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen, sondern auch zur Demokratieförderung und zum sozialen Zusammenhalt. Dennoch seien viele Träger mit kurzfristigen Förderzusagen konfrontiert, die langfristige Planung, Personalbindung und nachhaltige Projektentwicklung erheblich erschweren. „Wer von jungen Menschen Verlässlichkeit, Engagement und Zukunftsorientierung erwartet, muss auch selbst verlässliche Strukturen schaffen. Kurzfristige Förderlogiken verhindern Kontinuität – und damit genau die Stabilität, die junge Menschen heute dringend brauchen“, so Preidl.
Der finanzpolitische Sprecher Stefan Frühbeißer ergänzt: „Der bürokratische Aufwand wird an vielen Stellen immer höher und braucht damit immer mehr personelle Ressourcen in der Verwaltung. In Zeiten des Fachkräftemangels erschwert das die Arbeit vieler Träger zusätzlich. Eine Verdopplung des Förderzeitraums kann auf Landesebene den verwaltungstechnischen Aufwand reduzieren und zusätzlich die Planung sowie die Aufstellung der jeweiligen Haushalte verlässlicher gestalten. Dies gilt insbesondere auch für Mittelübertragungen in das Folgejahr im Rahmen der Basisförderung. Dadurch bleibt mehr Zeit für die eigentliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.“
Hinweis: Den entsprechenden Antrag finden Sie HIER.






