München. Wie können wir das Ehrenamt im Freistaat stärker fördern und die wichtige soziale Funktion der zahlreichen Ehrenamtlichen besonders würdigen? Rund um diese Fragen ging es am Samstag beim Parlamentarischen Weißwurstfrühstück der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion mit Vertretern aus allen Bereichen des Ehrenamts – etwa dem Brauchtum, der Jugendarbeit, Gesundheit und Pflege, dem Rettungsdienst und dem Sport. Rund 280 geladene Gäste waren dazu ins Maximilianeum gekommen.
Begleitet von Buchautorin und Moderatorin Sylvia Schneider diskutierten die ehrenamtspolitische Fraktionssprecherin und Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt Gabi Schmidt sowie der sportpolitische Fraktionssprecher Bernhard Heinisch mit Sebastian Bretzner vom Fastnacht-Verband Franken e.V., Rainer Hahn, Global United FC e.V., und dem langjährigen Organisationschef des FC Sternstunden Ralf Welter.
Schmidt zeigte sich über die Vielfalt des bürgerschaftlichen Engagements sichtlich beeindruckt: „So sieht millionenfaches bürgerschaftliches Engagement im Freistaat aus, für das wir am heutigen Tage herzlich ‚Danke‘ sagen wollen! Ohne Euren Einsatz würde im Freistaat manches nicht möglich sein. Ihr zeigt uns jeden Tag aufs Neue, wie auch in unsicheren Zeiten an Menschlichkeit und Barmherzigkeit festgehalten und einer Ideologie des egoistischen ‚Ich zuerst‘ Einhalt geboten werden kann“, stellt die Abgeordnete aus dem mittelfränkischen Neustadt an der Aisch fest.
Bernhard Heinisch ergänzt: „Gerade in der Jugendarbeit ist die vielfältige Vereinslandschaft in Bayern ein wertvoller Schatz, den wir erhalten müssen. Ob in der Feuerwehr oder im Sportverein: Sie alle ermöglichen unseren Kindern und Jugendlichen den Einsatz für ein gemeinsames Ziel und sorgen für den sozialen Zusammenhalt, den wir dringend benötigen.“ Dies sei das perfekte Rezept für Engagement vor Ort. Es helfe gegen Politikverdrossenheit sowie scheinbar einfache Lösungen von Populisten und Extremisten.
Zudem hob Schmidt bei der Veranstaltung die bedeutende Rolle der Frauen im Ehrenamt hervor. Frauen seien auch hier oft weniger sichtbar als Männer. „Eine besondere Hürde liegt in einer besseren Balance zwischen Familie, Beruf und Ehrenamt – denn Frauen sind stärker in unbezahlter Sorgearbeit eingebunden als Männer“, gab die Ehrenamtsbeauftragte der Staatsregierung zu bedenken. Sie wünsche sich eine gezielte Förderung der weiblichen Ehrenamtlichen, damit diese ihre Fähigkeiten und Potenziale noch besser entfalten können.
Auf die Relevanz des Ehrenamts in der aktuellen geopolitischen Lage wies Heinisch hin, der auch Sprecher für Rettungsdienste der FREIE WÄHLER-Fraktion ist: „Gerade im Zusammenhang mit Notfallszenarien wie dem Operationsplan Deutschland kommt unseren ehrenamtlichen Helfern beim Bevölkerungsschutz eine essenzielle Rolle zu.“ Beide Abgeordnete versicherten ihren Gästen, sich auch weiterhin mit voller Kraft für das Ehrenamt in Bayern einzusetzen.









