ZURÜCK
20.05.2026

FREIE WÄHLER-Fraktion will Aktivrente für alle möglich machen

Rittel: Gleichbehandlung statt Benachteiligung!

München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion fordert die Ausweitung der Aktivrente auf Freiberufler, Selbstständige und Beamte. „Es ist ein Unding, dass Menschen, die im Rentenalter weiterarbeiten möchten, steuerlich benachteiligt werden – nur weil sie nicht in einem sozialversicherungspflichtigen Job beschäftigt waren“, kritisiert der sozialpolitische Sprecher der Fraktion, Anton Rittel. Jede Form von Arbeit müsse honoriert werden, unabhängig vom Beschäftigungsstatus.

Seit dem 1. Januar 2026 dürfen Rentner im Rahmen der Aktivrente bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei hinzuverdienen – doch diese Regelung gilt nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. „Dabei leisten Freiberufler, Selbstständige und Beamte sowie Land- und Forstwirte einen unverzichtbaren Beitrag zur Wirtschaft und Gesellschaft“, bekräftigt Rittel. Rund zehn Prozent der Wirtschaftsleistung sei den deutschlandweit mehr als sechs Millionen Erwerbstätigen der Freien Berufe zuzuordnen. Gleichzeitig würden sie ihre Altersvorsorge selbst tragen und so die Allgemeinheit entlasten.

„Besonders problematisch ist die Benachteiligung in systemrelevanten Berufen“, betont Rittel. „Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Steuerberater und Ingenieure sichern die Versorgung unserer Gesellschaft mit essenziellen Dienstleistungen – doch wenn sie über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten wollen, gibt es keine steuerlichen Anreize.“ Auch Beamte, die nach Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze weiter tätig werden, profitieren nicht von der Aktivrente, obwohl ihre Expertise gerade in Zeiten des demografischen Wandels dringend gebraucht wird.

Die FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag setzen sich deshalb für eine Ausweitung der Aktivrente auf Bundesebene ein. „Die bisherige Beschränkung widerspricht dem Gleichbehandlungsgrundsatz und ist arbeitsmarktpolitisch kontraproduktiv“, so der Abgeordnete aus Schwaben. Eine Öffnung auf alle Berufsgruppen wäre nicht nur im Sinne der Gerechtigkeit zu begrüßen, sie würde auch Fachkräfte im Rentenalter vermehrt in ihren Tätigkeiten halten – zum Nutzen für die gesamte Gesellschaft. „Die Aktivrente sollte allen offenstehen, die nach der Regelaltersgrenze weiterarbeiten möchten – unabhängig davon, ob sie Angestellte, Selbstständige, Freiberufler, Beamte oder Land- und Forstwirte sind“ schließt Rittel.

Hinweis: Den Dringlichkeitsantrag „Ausweitung der Idee der Aktivrente für Freiberufler, Selbstständige, Beamte sowie Land- und Forstwirte“ finden Sie HIER.

Pressekontakt