München. Um den stagnierenden Wohnungsbau in Bayern anzukurbeln, bringt die FREIE WÄHLER-Fraktion am Donnerstag ein umfassendes Antragspaket in den Haushaltsausschuss des Landtags ein. Martin Behringer, Sprecher für Wohnen und Bauen, sieht in der aktuellen Lage am bayerischen Wohnungsmarkt dringenden Handlungsbedarf und fordert, endlich Nägel mit Köpfen zu machen:
„Seit dem Auslaufen der staatlichen Förderung im Jahr 2021 ist die Wohneigentumsquote stark gesunken. Wir FREIE WÄHLER im Landtag wollen daher zurück zur bewährten steuerlichen Förderung von selbstgenutztem Wohneigentum – gerade auch mit Blick auf Familien mit mittlerem Einkommen“, so der Abgeordnete. Behringer plädiert dafür, eine Zulage einzuführen, durch die über zehn Jahre hinweg jährlich fünf Prozent der Anschaffungskosten von der Einkommensteuer abgesetzt werden können. Dies sei die beste Absicherung gegen Altersarmut.
Dem Antragspaket der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion zufolge soll auch der Bau von Mietwohnungen stärker gefördert werden. Behringer fordert, dass Vermieter die Kosten für den Bau schneller von der Steuer abziehen können: „Die Hälfte der Summe soll bereits in den ersten fünf Jahren absetzbar sein. Damit gezielt mehr Platz für Eltern und Kinder entsteht, ist diese Hilfe an eine Bedingung geknüpft: Die Steuervorteile gibt es nur, wenn bei einem Projekt mindestens jede zehnte Wohnung eine Familienwohnung mit vier oder mehr Zimmern inklusive Küche ist“, so der Abgeordnete aus dem niederbayerischen Thurmansbang.
Der steuerpolitische Fraktionssprecher Felix von Zobel ergänzt, steuerliche Hemmnisse müssten beseitigt und Bürokratiehürden abgebaut werden: „Wir werden prüfen, ob die Abzugsfähigkeit von Darlehenszinsen und der Wegfall der Grunderwerbsteuer beim ersten Immobilienkauf die nötigen Anreize gerade für junge Menschen setzen. Ein Wohnungskauf, der wegen zu hoher Lasten gar nicht erst stattfindet, bringt dem Staat keine Einnahmen. Mit kostenfreien Grundbucheintragungen nach österreichischem Vorbild wollen wir den Weg ins Eigenheim daher weiter erleichtern.“
Zudem, so von Zobel, müsse der „bürokratische Irrsinn bei Sanierungen“ enden und die Zinsschranke für Neubauvorhaben fallen. Der Landtagsabgeordnete betont abschließend: „Auch die Umnutzung von Gewerbe in Wohnraum muss attraktiver gestaltet werden – etwa durch klare pauschale Mindestsummen für die steuerliche Einordnung als Neubau.“
Hinweis: Die Anträge „Steuerliche Förderung Wohnungsbau I, II und III“ im Wortlaut lesen Sie HIER.




