München. Nach den entsetzlichen Terroranschlägen in Paris vergangenes Jahr hat die EU-Kommission angekündigt, die EU-Feuerwaffenrichtlinie (91/477/EEC) schneller zu ändern als geplant und somit auch in Deutschland eine deutliche Verschärfung des Waffenrechts durchzusetzen. Um dieses Thema ging es auch bei einem Treffen der FREIEN WÄHLER mit dem Bayerischen Sportschützenbund e.V. im Landtag.
Im Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden <link mdls hubert-aiwanger>Hubert Aiwanger, dem sportpolitischen Sprecher der Landtagsfraktion, <link mdls guenther-felbinger>Günther Felbinger, und dem 1. Landesschützenmeister Wolfgang Kink wurden die Pläne der EU besprochen. Aiwanger positionierte sich klar für den Erhalt und die Stärkung des deutschen Waffenrechts. Weitere bürokratische Belastungen wie beispielsweise die Einführung permanenter Gesundheitschecks für legale Waffenbesitzer lehnen die FREIEN WÄHLER daher ab. Es könne nicht sein, dass Sportschützen und Jäger, die stets verantwortungsvoll mit Waffen umgegangen seien, jetzt unter Generalverdacht gestellt würden, so Aiwanger. „Das deutsche Waffengesetz ist vollkommend ausreichend und von Jägern wie auch Sportschützen in seiner jetzt schon ohnehin sehr strengen wie auch vorbildhaften Form akzeptiert“, sagte Aiwanger.
Wolfgang Kink ging in seinen Ausführungen noch weiter: Wenn die EU-Kommission das Waffenrecht unbedingt reformieren wolle, sei es vollkommend ausreichend sich hierbei am deutschen Waffenrecht zu orientieren – ohne es unnötig weiter zu verschärfen. Zudem warnte Kink eindringlich davor, dass nach Einführung der geplanten Verschärfungen auch einige olympische Disziplinen des Schießsports in Zukunft nicht mehr ausgeübt werden könnten – beispielsweise die Disziplin Schnellfeuerpistole 25m oder Sportpistole 25m.
Auch Waffensammler wären von der geplanten Verschärfung betroffen, war sich die Gesprächsrunde einig. Durch das vollständige „Deaktivieren“ historischer Waffen würden für die betroffenen Personen und unsere Gesellschaft erhebliche kulturelle, historische wie auch finanzielle Werte zerstört werden.
Zum Ende des Gesprächs bedankten sich Aiwanger und Felbinger für den informativen Meinungsaustausch und betonten, dass sich die FREIEN WÄHLER auch weiterhin nachdrücklich für die Interessen legaler Waffenbesitzer einsetzen werden. Den Plan der EU-Kommission lehne seine Fraktion daher strikt ab, sagte Aiwanger.

