ZURÜCK
18.09.2025

Franken-Sachsen-Magistrale: FREIE WÄHLER-Fraktion fordert Antworten der Bahn und schnelle Entscheidung aus Berlin

Beck, Behringer, Locke und Frühbeißer: Informationspolitik der Bahn ist Zumutung – Ausbau darf nicht weiter blockiert werden!

München. Die kurzfristige Sperrung der Bahnstrecke durchs Pegnitztal sorgt für massiven Unmut in der Region. Die FREIE WÄHLER-Fraktion im Bayerischen Landtag fordert schnelle Aufklärung durch die Deutsche Bahn und ein klares Bekenntnis des Bundes zum Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale.

 

Felix Locke, Parlamentarischer Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion aus Lauf a.d. Pegnitz (Mittelfranken):

„Die Sperrung der Bahnstrecke durchs Pegnitztal für den Personenverkehr ist der Super-GAU für die Region. Besonders Berufspendler sowie Schülerinnen und Schüler leiden unter den massiven Einschränkungen. Dass die Sperrung mit weniger als 24 Stunden Vorlauf bekannt wurde, ist eine echte Zumutung für die Fahrgäste. Noch Stunden nach der ersten Berichterstattung der Medien fehlt eine Mitteilung der Deutschen Bahn mit Informationen, worauf sich die Fahrgäste einstellen müssen. Hier muss schnellstens Klarheit geschaffen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass die Verantwortlichen der Deutschen Bahn auch dem Bayerischen Landtag Rede und Antwort stehen.“

 

Stefan Frühbeißer, Abgeordneter der FREIE WÄHLER-Fraktion aus Pottenstein (Oberfranken):

„Die Region kämpft seit Jahren für den Ausbau und die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Als FREIE WÄHLER-Fraktion haben wir dieser Forderung im September 2024 mit einem Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag Nachdruck verliehen. Erst kürzlich hat eine überarbeitete Kosten-Nutzen-Analyse die Wirtschaftlichkeit des Projekts bestätigt. Trotzdem liegt der Bahnausbau in Berlin weiter auf Eis – und nun finden sich die Menschen im Bahn-Blackout wieder. Der Bund muss endlich grünes Licht für den Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale geben.“

 

Dazu Tobias Beck, verkehrspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion aus Mallersdorf-Pfaffenberg (Niederbayern):

„Erst im Juli mussten Fahrgäste im Süden Münchens unter der unangekündigten Sperrung des Bahnhofs Deisenhofen leiden – Ursache waren marode Weichen. Dort konnte durch gezielte Maßnahmen die Sperrung verkürzt werden. Ich erwarte von der zuständigen DB InfraGO, dass genauso auf der Strecke durchs Pegnitztal alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um die Sperrung so kurz wie möglich zu halten.“

 

Martin Behringer, Abgeordneter der FREIE WÄHLER-Fraktion und stellvertretender Vorsitzender des Landtagsverkehrsausschusses, aus Thurmansbang (Niederbayern):

„Die Sperrung der Pegnitztalstrecke fällt zusammen mit den Verhandlungen über den Verkehrsetat im Bund. Dort klafft eine Milliardenlücke – trotz Infrastruktur-Sondervermögen fehlt es an allen Ecken und Enden. Dafür haben die Bürgerinnen und Bürger kein Verständnis. Deshalb erwarte ich von der schwarz-roten Koalition in Berlin eine deutliche Aufstockung der Mittel für Verkehrsinfrastruktur. Nicht nur der Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale, sondern auch wichtige Projekte wie die Neubaustrecke Augsburg–Ulm oder der Ausbau der Autobahnen A8 und A99 in Oberbayern dürfen nicht aufs Abstellgleis geraten. Wir müssen dafür sorgen, dass unser Land funktioniert – alles andere befördert Politikverdrossenheit und stärkt die politischen Extreme.“

Pressekontakt