München. Moderne Messtechnik wird immer präziser. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion bringt deshalb am Donnerstag im Umweltausschuss eine Initiative auf den Weg, um bundesweite Eichfristen für Messgeräte im Bereich strömendes Wasser an den aktuellen Stand der Technik anzupassen. Ziel des Antrags ist eine Überarbeitung der Mess- und Eichverordnung (MessEV) durch den Bund. Insbesondere für innovative Ultraschall-Wasserzähler sollen die Intervalle verlängert und somit an das aktuelle technische Leistungsvermögen angepasst werden.
Marina Jakob, umweltpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Der technologische Fortschritt hat herkömmliche mechanische Zähler längst überholt. Ultraschallgeräte verschleißen wegen fehlender beweglicher Teile kaum, was sie deutlich langlebiger und präziser macht. Es ist daher ökologisch wie ökonomisch unsinnig, an starren Jahres-Zyklen festzuhalten, wenn die Hardware eine weitaus längere Betriebsdauer ohne Präzisionsverlust ermöglicht.“
Eine Ausweitung der Fristen sieht Jakob als Gewinn auf mehreren Ebenen: „Längere Austauschintervalle sparen nicht nur wertvolle Ressourcen, sondern reduzieren auch die Kosten für Anlagenbetreiber und Endverbraucher spürbar.“ Zudem weist die Abgeordnete auf den praktischen Nutzen einer Fristverlängerung hin: „Weniger unnötige Wechseltermine entlasten das Handwerk massiv. In Zeiten des akuten Fachkräftemangels müssen wir Kapazitäten dort bündeln, wo sie wirklich gebraucht werden, statt funktionierende Technik vorzeitig auszutauschen.“ Die Staatsregierung solle sich daher auf Bundesebene für eine entsprechende Neugestaltung des § 34 MessEV einsetzen.
Hinweis: Den Antrag „Eichfristen an Stand der Technik anpassen“ finden Sie HIER.



