Würzburg. Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring will die europäische Spitzenposition des Digitalstandorts Bayerns ausbauen. Dazu setzen die FREIEN WÄHLER verstärkt auf die Verschränkung von Künstlicher Intelligenz mit immersiven Technologien wie Virtual, Augmented und Mixed Reality. Das gab der Minister auf der Herbstklausur der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion in Würzburg bekannt. An der dortigen Universität ist auch einer von drei XR-Hubs des Digitalministeriums beheimatet, der laut Minister Mehring inzwischen als Europas stärkster Forschungsstandort auf diesem Feld gilt. Davon versprechen sich die FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag auch Rückenwind für die Ernennung der Würzburger Uni zur Exzellenz-Universität.
Auf dem Feld der immersiven Zukunftstechnologien, gemeinsam XR genannt, setzt die Fraktion auf eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Start-ups und Verwaltung sowie auf eine starke europäische Vernetzung. Im nächsten Doppelhaushalt sollen die Mittel für die bayerischen XR Hubs zudem verdoppelt werden.
„Bayern soll auch morgen Deutschlands Technologiemotor und Europas Innovationsland sein. Dafür müssen wir den Mut aufbringen, in die nächste Generation digitaler Technologien zu investieren, um uns schon heute die Spitzenplätze auf den Märkten von morgen zu erobern“, fordert Mehring. XR baue Brücken zwischen der realen und der digitalen Welt: etwa wenn Fachkräfte an virtuellen Maschinen trainieren, digitale Zwillinge die Produktion optimieren oder Wissen per moderner Pädagogik im Klassenzimmer erlebbar wird. „Aus dieser Technologie wollen wir konkrete Chancen für unsere Wirtschaft und die Menschen in unserer Heimat machen“, erläutert der Minister.
Mit Bayerns intensiver Mitwirkung bei Horizon Europe in Brüssel und der Mitgründung der Virtual Worlds Association stärke der Freistaat gezielt seine internationale Vernetzung und wirke federführend an der Gestaltung europäischer Standards mit. Denn für Digitalminister Mehring geht es dabei auch um technologische Souveränität: „Wer die digitale Zukunft mitgestalten will, braucht eigene Ideen, eigenes Know-how und starke Partner. Wir wollen weder erpressbar sein noch passiv von der Seitenlinie zusehen, wie Player aus Asien und USA den Wohlstand der Zukunft untereinander verteilen.“ Stattdessen gelte es, Schlüsseltechnologien bei uns in Europa selbst zu entwickeln und die damit verbundene Wertschöpfung hier bei uns zu ermöglichen.
Den XR Hubs des Digitalministeriums in Würzburg, Nürnberg und München kommt dabei nach Ansicht der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen Forschung und Anwendung zu. „Die nächste gute Idee darf nicht im Labor stecken bleiben. Sie muss ihren Weg in unsere Unternehmen und in den Alltag finden. Deshalb machen wir uns für die Verdoppelung der Mittel stark“, erklärt der Fraktionssprecher für Digitalisierung Markus Saller. Digitalminister Mehring fügt hinzu: „Wir setzen auf eine Politik, die Innovation ermöglicht und Menschen den Freiraum gibt, aus Ideen Fortschritt zu machen. Die Verschränkung von XR und KI gehört dabei zu den absoluten Zukunftsfeldern, auf denen wir uns in Bayern nach der Decke strecken wollen.“
Keynote-Speaker Prof. Dr. Marc Erich Latoschik, Leiter des Lehrstuhls für Human Computer Interaction an der Universität Würzburg, bestätigt die Wirksamkeit der bayerischen Investitionen: „Die langfristige Förderung des XR Hub Bavaria hat entscheidend dazu beigetragen, in Würzburg ein international sichtbares Spitzenzentrum für XR-Forschung und Technologietransfer mit einem besonderen Schwerpunkt an der Schnittstelle von XR und Künstlicher Intelligenz (KI) aufzubauen.“ Gerade die Verbindung dieser beiden Schlüsseltechnologien eröffne jetzt eine neue Entwicklungsstufe mit enormem Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft – und Bayern habe hervorragende Voraussetzungen, diese Entwicklung international mitzugestalten.
Hinweis: Die Resolution „Innovation ermöglichen – Wachstum entfesseln: Bayern als führenden europäischen Leitstandort für XR-Technologien ausbauen“ finden Sie HIER.




