München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat in diesem Jahr erneut die Messe „Gamescom“ in Köln mit einer starken politischen Delegation besucht. Felix Locke, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion und Leiter der Delegation, zieht nach zahlreichen interessanten Gesprächen mit Entwicklern, Publishern und Branchenvertretern eine positive Bilanz: „Die Gamescom zeigt eindrucksvoll auf, dass Spiele mittlerweile weit mehr als bloße Unterhaltung sind. Sie fungieren auch als Kulturgut, Wirtschaftsfaktor und Innovationstreiber.“ In der Branche entwickelte oder zur Anwendung kommende Technologien würden zudem positive Impulse für KI, Bildung, Industrie und viele weitere Bereiche schaffen.
Der neue digitalpolitische Fraktionssprecher Markus Saller konnte sich bei der Messe in Köln von deren Innovationskraft überzeugen: „Für uns FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag ist klar: Bayern wird auch künftig zu den führenden Games-Standorten Deutschlands und Europas gehören.“ Die Abgeordneten hatten während ihres Besuchs die Möglichkeit, bei mehr als 1.600 Ausstellern aus 67 Ländern Eindrücke zu sammeln.
2025 wurden in Deutschland mit Games, Games-Hardware und Online-Gaming-Services rund 9,4 Milliarden Euro umgesetzt und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr. Deutschland ist damit der größte Games-Markt Europas und weltweit die Nummer fünf. Rund 41,2 Millionen Menschen in Deutschland spielen Computer- und Videospiele. Gleichzeitig gibt es inzwischen 956 aktive Games-Unternehmen in Deutschland. Bei Entwicklern und Publishern arbeiten ca. 12.000 Menschen, insgesamt sichert die Games-Branche mehr als 30.000 Arbeitsplätze.
Für Delegationsleiter Locke sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache: „Der Markt wächst weiter, auch wenn bei der Wertschöpfung im eigenen Land weiterhin erheblicher Nachholbedarf besteht. Unser Anspruch muss sein, dass in Bayern und Deutschland nicht nur gespielt, sondern auch deutlich mehr entwickelt wird.“ Dafür benötigten die hiesigen Unternehmen Planungssicherheit, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sowie eine stete und berechenbare Förderpolitik.
Ein wichtiger Schritt sei die deutliche Aufstockung der Games-Förderung auf Bundesebene: „Für die Förderung der Computerspielentwicklung, die Games-Standortstrategie und den Deutschen Computerspielpreis sind für 2026 rund 124 Millionen Euro vorgesehen – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu vergangenen Jahren. Die Anhebung der Mittel ist richtig und wichtig, sie müssen aber auch künftig in Form dauerhafter und verlässlicher Förderkulissen bestehen bleiben – etwa mittels einer steuerlichen Förderung, wie sie in anderen Ländern, zum Beispiel Frankreich und Großbritannien, längst gang und gäbe ist“, fordert Locke. Aufgrund der langen Vorlaufzeiten bei der Entwicklung von Games müssten die Rahmenbedingungen stabil bleiben. Die FREIE WÄHLER-Fraktion erwarte, dass die Bundesregierung zu ihren Zusagen im Koalitionsvertrag stehe.
Auch die bayerische Förderpolitik ist laut Saller 2026 gezielt weiterentwickelt worden: „Die Förderkulisse wurde ausgeweitet und die Förderrichtlinie modernisiert. Unser Ziel ist es, sowohl professionellen, etablierten Studios als auch jungen Entwicklerteams mehr Möglichkeiten zu verschaffen, ihre Ideen umzusetzen.“ Das Digitalministerium unter Minister Dr. Fabian Mehring habe in den letzten Jahren auf diesem Feld echte Pionierarbeit geleistet.
Auf diesen Erfolgen dürfe man sich allerdings nicht ausruhen. „Wir müssen es schaffen, diese sehr guten Rahmenbedingungen und Startvoraussetzungen in dauerhaftes Unternehmenswachstum, mehr Investitionen und mehr qualifizierte Arbeitsplätze umzusetzen“, fordert Saller. Dazu würden neben einer starken Förderung auch gute Ausbildungsangebote, weniger Bürokratie und eine noch bessere Vernetzung der Akteure gehören.






