Martin Rosenberger, tourismuspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, zur Weiterentwicklung des Tourismus in Bayern:
„Um Bayerns Stellung als weltweit führendes Reiseland nachhaltig zu sichern, wollen wir den Tourismus noch stärker als elementare Standortpolitik begreifen. Unsere Betriebe stehen wegen steigender Kosten und des wachsenden Fachkräftemangels unter enormem Druck. Wir fordern deshalb ein konsequentes Bürokratie-Moratorium und flexible Arbeitszeitmodelle, die den betrieblichen Alltag – etwa bei Saisonspitzen – praxisnah abbilden.
Ein zentraler Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit liegt in der technologischen Modernisierung. Um das enorme Potenzial von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz in familiengeführten Betrieben und im Mittelstand voll zu entfalten, setzen wir auf bewährte Instrumente wie den Digitalbonus Bayern aus dem Hause von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. Gleichzeitig modernisieren wir unter Federführung von Digitalminister Dr. Fabian Mehring unsere digitale Infrastruktur und Verwaltungslandschaft, um den Betrieben durch innovative E-Government-Lösungen und einen bürgernahen, digitalen Staat den Rücken freizuhalten.
Ob KI-gestützte Gästekommunikation, automatisierte Serviceanwendungen oder digitale Prozessoptimierungen: Wir schaffen eine gezielte Förderung, die unsere Betriebe bei diesen wichtigen Zukunftsinvestitionen unterstützt. Hierfür bedarf es einer zentralen Tourismus-Finanzierungsplattform nach dem One-Stop-Shop-Prinzip, die Fördermittel unbürokratisch bündelt und für alle Betriebe leicht zugänglich macht.
Ganzheitlich gedacht bedeutet das für uns: Wir stärken den Ganzjahrestourismus durch den Ausbau wetterunabhängiger Angebote und fördern den Kongress- und Geschäftsreisetourismus gerade auch außerhalb der Ballungsräume. Mobilität im ländlichen Raum sichern wir durch eine dichtere ÖPNV-Anbindung und flexible Angebote. Dabei muss die Akzeptanz vor Ort stets gewahrt bleiben: Durch intelligente, digital gestützte Besucherlenkung schaffen wir einen tragfähigen Kompromiss zwischen wirtschaftlicher Wertschöpfung und der Lebensqualität der Anwohner.“
