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27.11.2025

Anhörung zu Veterinärkontrollen und wiederholten Tierschutzverstößen: FREIE WÄHLER-Fraktion lehnt Forderungen nach immer mehr Kontrollen ab

Jakob: Mehrheit der Landwirte arbeitet zuverlässig und ist sehr am Wohl der Tiere interessiert

Marina Jakob, umweltpolitische Sprecherin der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, sowie Ulrike Müller, Sprecherin für Landwirtschaft, zur Sachverständigenanhörung zu Veterinärkontrollen und wiederholten Tierschutzverstößen in der Rinderhaltung heute im Umweltausschuss:

Jakob:
„Jeder Einzelfall ist einer zu viel – das ist klar. Diese resultieren aber aus individuellen Überlastungen und strukturell vorliegenden hohen Standards, an denen wir auf jeden Fall festhalten wollen. Was wir jedoch brauchen, sind deutliche Entlastungen im bürokratischen Bereich. Wir haben bereits tolle Unterstützungsangebote von den Maschinenringen oder der SVLFG, die überbetrieblich aushelfen oder beratend und – wenn erforderlich – auch seelsorgerisch zur Seite stehen. 

Der Experte Eugen Maucher aus Baden-Württemberg, Berater für ‚Landwirte in Not‘, hat uns dabei sehr inspiriert. Er hat eindrucksvoll geschildert, wie wichtig frühzeitige Beratung, menschliche Nähe und niedrigschwellige Kontaktaufnahme sind, um Überlastungssituationen rechtzeitig zu erkennen und eskalierende Probleme zu vermeiden. Seine Praxiserfahrungen zeigen, wie groß der Unterschied sein kann, wenn Landwirte wissen, an wen sie sich wenden können – und wenn Hilfe nicht stigmatisiert, sondern selbstverständlich wird.

Wir grenzen uns als FREIE WÄHLER-Fraktion klar von der Stoßrichtung der Opposition ab, die den gesamten Berufsstand in Verruf bringen möchte und als Lösung eine erhöhte Kontrolldichte vorsieht. Wir stehen an der Seite unserer Landwirte, die mehrheitlich zuverlässig arbeiten und sehr am Wohl ihrer Tiere interessiert sind. Geht es den Tieren gut, so geht es den Betrieben gut – das wissen unsere Landwirte. Daher lehnen wir die Forderungen nach immer mehr Kontrollen entschieden ab.“

Müller:
„Uns ist wichtig, dass das niederschwellige Angebot aller Akteure bei den Betroffenen auch wirklich ankommt. Deshalb haben wir vorgeschlagen, einen Flyer mit allen Unterstützungs- und Beratungsangeboten über die Unterlagen zum Mehrfachantrag an alle Landwirte zu versenden. Nur wenn die Vielzahl an Hilfen bekannt ist, können sie im entscheidenden Moment auch genutzt werden.“

Pressekontakt