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Johann HäuslerJohann Häusler
Benno ZiererBenno Zierer
18.07.2019
FREIE WÄHLER wollen mehr Transparenz bei Düngeverordnung

Häusler: Abgrenzung der roten Gebiete ist undurchsichtig – keine zusätzliche Belastung für Landwirte!

München. Seit zwei Jahren gilt die neue Düngeverordnung, die nach Vorgaben der Europäischen Union nochmals verschärft werden musste. Darin wird eine Einteilung landwirtschaftlicher Flächen in rote, grüne und weiße Gebiete geregelt. Für grüne Gebiete gelten Erleichterungen, für weiße Flächen weiterhin die bisherige Düngeverordnung. Doch sobald die Nitratbelastung auf mehr als der Hälfte der Fläche über einem gewissen Schwellenwert liegt, bedeutet das schärfere Auflagen für die Düngung dieser Flächen – und große Probleme für Bayerns Bauern. Johann Häusler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und selbst Landwirt, fordert: „Wir müssen für unsere Landwirte zeitnah mehr Transparenz bei der Schaffung der roten Gebiete herstellen. Dafür brauchen wir eine genauere Festlegung der roten Gebiete, um mit Nitrat überlastete Bereiche besser abgrenzen zu können und somit die Düngeverordnung alltagstauglicher zu machen. Zusätzlich wollen wir FREIE WÄHLER dafür sorgen, dass die kommunalen Messstellen evaluiert werden und das staatliche Messstellennetz ausgebaut wird.“ 

„Die Bewirtschaftung mancher landwirtschaftlicher Nutzflächen ist durch neue hohe Auflagen massiv eingeschränkt“, führt Benno Zierer, umweltpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, an. Zierer: „Die Anforderungen an die Landwirtschaft steigen immer weiter. Unsere Betriebe brauchen dringend Planungssicherheit für eine langfristige Bewirtschaftung ihrer Felder.“ Umwelt- und Landwirtschaftsministerium seien daher aufgefordert, einheitliche Kriterien festzulegen, um die tatsächlichen Orte des Stickstoffausstoßes genauer zu bestimmen und klarzustellen, auf welcher Grundlage die Einteilung der roten Gebiete erfolgte.

Ziel müsse weiterhin sein, die Nitratbelastung der Böden zu reduzieren und somit das wertvolle Grundwasser nicht unnötig zu verschmutzen. Häusler weiter: „Aber dabei dürfen Bayerns Landwirte nicht noch zusätzlich durch bürokratische Fallstricke belastet werden. Wir setzen uns dafür ein, landwirtschaftliche Betriebe bei ihrer immer anspruchsvoller werdenden Arbeit aktiv zu unterstützen und damit auch den Anforderungen an einen zeitgemäßen Umweltschutz gerecht zu werden.“

Hinweis: Den erwähnten Dringlichkeitsantrag im Wortlaut finden Sie unten links unter 'Weitere Dokumente'.


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